An dieser stellen möchten wir informieren über Themen, Hintergründe zu komplexen Inhalten, Aktionen und die dazugehörigen Reaktionen liefern, erklären, wo es vonnöten ist.

Weiterhin veröffentlichen wir erschienene Artikel und die Reaktionen auf diese.
Der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (englisch International Day Against Homophobia, Transphobia and Biphobia, kurz IDAHO oder IDAHOT) wird seit 2005 jährlich am 17. Mai von Homosexuellen und später auch Trans- und Bisexuellen als Aktionstag begangen, um durch Aktionen, mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder
Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen.

Seit 2015 wird auch oft vom Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie & Transphobie gesprochen, um auch das Bewusstsein für die Anliegen von Bisexuellen, Intersexuellen, Transsexuellen, Transgendern, Transidenten und anderen kurz: Trans*-Menschen) zu stärken.

Dem entsprechend heißt das Jenaer Toleranzfestival IDAHoBIT* Jena.

Warum am 17. Mai?

Das Datum wurde bewusst so gewählt, um an die Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erinnern, welche am 17.05.1990 Homosexualität aus dem Krankheitskatalog strich.


Der 17. Mai erinnert auch den Paragraphen 175 aus dem deutschen Strafgesetzbuch, der von 1872 bis 1994 sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte, daraus leitet sich auch die Bezeichnung "175er" für Schwule ab. Auch wurde aus diesem Grund der 17. Mai als "Feiertag der Schwulen" bezeichnet.

Aktuelle Entwicklung

Gerade im Bereich der Gleichstellung von gleich- und verschiedengeschlechtlicher Ehe haben sich in den letzten Jahren weltweit Fortschritte verzeichnen lassen. Ebenfalls wurden für trans*- und inter*-geschlechtlichen Personen Bereiche im öffentlichen Raum errungen, in denen Sie sich
unbeschwerter bewegen können.

Dennoch gibt es heute noch weltweit Diskriminierung und Gewalt gegen Menschen, die nicht heterosexuell oder außerhalb der Zweigeschlechternorm leben.

Schwul ist eines der meist gebrauchten Schimpfwörter. Transgeschlechtlichkeit wird als psychische Störung klassifiziert und obwohl sich homosexuelle und trans*geschlechtliche Menschen einen Raum in der Öffentlichkeit erkämpft haben, wird ihnen mitAblehnung und Empörung begegnet.


Deswegen darf der Kampf gegen Homo*-; Bi*-; Inter*- und Trans*phobie nicht nur den sichtbaren Hass im Auge haben, sondern er muss sich ganz klar gegen normierende Geschlechterrollen und gegen normierende sexuelle Identitäten
richten.

In vielen Staaten steht Homosexualität unter Strafe, in einigen droht die Todesstrafe. Aber auch in Deutschland ist Diskriminierung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*-, inter*geschlechtliche und queere Menschen immer noch Alltag.

Der suggerierte Zwang und der Erwartungsdruck heteronormativem Rollenverhalten entsprechen zu müssen, sowie die kaum vorhandenen Alternativen zu diesem beinahe allgegenwärtigen Lebensentwurf üben einen enormen Druck aus.

Das IDAHoBIT* Programm will auf diesem Umstand aufmerksam machen und einen Raum anbieten zum Reflektieren und Praktizieren von Alternativen.




Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen
von homo-, bi*-, inter*- und trans*phober Gewalt
und fordern die Freiheit der sexuellen und
geschlechtlichen Selbstbestimmung.