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2020

Statement vom "CSD Bündnis", veröffentlicht am 20.01.2020 auf www.csd-jena.de

Nach 20 Jahren hatte sich 2019 wieder ein breites Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen gefunden, um einen Christopher Street Day (CSD) Jena auszurichten. Der Erfolg hat das Bündnis ermutigt, auch 2020 wieder einen CSD organisieren zu wollen. Zur Vorbereitung sollten Organisationsprozess & -strukturen der Planung von 2019 zunächst reflektiert werden. Hierzu gab es im Juli 2019 ein Auswertungstreffen mit offenem Ergebnis für die Organisationsform 2020. Klar wurde vor allem, wie wichtig die gleichberechtigte, solidarische Zusammenarbeit im Sinne der Geschichte des CSD ist.

Im November 2019 erfuhr das CSD Bündnis nach der nicht abgesprochenen Übernahme der CSD-Facebook-Seite und deren anschließenden Umbenennung, dass ein Verein „CSD Jena e.V.“ gegründet wurde. Erst durch Recherche des Bündnisses im Vereinsregister wurde klar, dass die Gründung bereits im September 2019 erfolgt war. Weder wurde das CSD Bündnis über die Intention einer Vereinsgründung, noch über die eigentliche Gründung informiert.

 

In einem Treffen zwischen den Vorstandsmitgliedern des CSD Jena e. V. und dem CSD Jena Bündnis wurden die Hintergründe und Anliegen der Vereinsgründung hinterfragt. Dabei wurde deutlich, dass die Arbeitsweise des Vereins und seine Entstehungsgeschichte nicht zu den o.g. Werten der gleichberechtigten, solidarischen Zusammenarbeit passen und das Vertrauen gebrochen ist. Das CSD Jena Bündnis hat sich daher entschlossen, unabhängig vom CSD Jena e.V. einen CSD Jena am 11.07.2020 zu organisieren.

Das CSD Jena Bündnis freut sich auf die Arbeit an Veranstaltungen zum gemeinsamen Kampf für gleiche Rechte von LSBTIQ* und lädt hierzu alle Organisationen und Einzelpersonen ein, die die gleichen Ziele verfolgen. Das nächste Planungstreffen findet am 27. Januar, 16:30 Uhr im Towanda statt.

Privates Statement

(Sven B.)

Wir veröffentlichen diese Informationen jetzt als Reaktion auf das Statement (siehe rechts) des CSD Bündnisses (www.csd-jena.de) von 20.01.2020, welches wir nicht unkommentiert im Raum stehen lassen wollen. Solidarität bezeichnet eine zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Aus unserer Sicht tritt der CSD Jena e.V. für dieser Werte ein. Wir hatten bereits an dem Brainstorming Treffen sowie einen ersten Planungstreffen des CSD Jena e.V. teilgenommen und Schritte in die Wege geleitet und hoffen diese in das Projekt CSD 2020 einzubringen zu können.

 

Wir als QueerLoungeJena wurden vom Referat Queer-Paradies im November 2018 angesprochen, weil es dort die gemeinschaftliche Überlegung gab, einen CSD 2019 auf die Beine zu stellen.

 

Dieser Vorschlag fand in unseren Reihen großen Zuspruch, weswegen wir uns entschlossen mit den Queer-Paradies die Initiative zu ergreifen und alle Interessierten zu einem Treffen einzuladen.

 

An diesem Vorhaben waren Personen aus beiden Organisationen engagiert, einerseits ein Vorstandsmitglied unseres Vereines, sowie der Referent des Queer-Paradieses. Es gab dabei klare Vorstellungen und im Vorfeld getroffene Absprachen, wie der CSD 2019 verwaltet und organisiert werden soll. Unter dieser Berücksichtigung und im Rahmen unserer Möglichkeiten boten wir dem Bündnis unsere Unterstützung an und traten mit möglichen (Kooperations-) Partnern in Kontakt.

 

Wir wurden als Trägerverein von Bündnis gewählt und es wurde besprochen, wo die Finanzierung beantragt wird. Leider kam diese aufgrund mehrfacher Faktoren, wie z.B. fehlender Dokumente und Zuarbeiten seitens Mitwirkender, Zeitmangel und hohem Bürokratieaufwand auf allen Seiten, nicht zu Stande. Diese Information teilten wir unverzüglich dem Bündnis mit und auch das bereits Schritte eingeleitet wurden um die Finanzierungslücke zu schließen.

 

Durch das Engagement unseres Kassenwartes, konnte letztendlich erreicht werden, dass die Finanzierung zu Stande kam und das Projekt durchgeführt werden konnte.

Der Finanzplan war von Beginn an online und ist dies auch heute. Dieser konnte von jedem bearbeitet und ergänzt werden, was leider nicht erfolgte. Somit war in jeder Phase des Projektes dieser Plan transparent für alle Mitwirkenden einsehbar.

 

Änderungen wurden seitens unseres Kassenwartes jederzeit angenommen und in seinen privaten Unterlagen (Verein) vervollständigt. Aufgrund des hohen, selbst auferlegten Arbeitspensums kam es dazu, dass eine aktuelle Version verspätet dem Bündnis zu kam.

 

Eine detaillierte Abrechnung des CSD 2019 liegt in geprüfter Weise vor und kann bei gerechtfertigtem Interesse mit Begründung angefordert werden bzw. wie bereits vorgeschlagen auf einem separaten treffen besprochen werden.

 

Hinsichtlich der CSD Facebook Seite haben wir mehrfach Angebote an das Bündnis herangetragen. Leider konnte diesbezüglich keine Einigung erzielt werden und die Angebote wurden ausgeschlagen. Eine Übertragung seitens des QueerLoungeJena e.V. an das Bündnis durch unseren Vertreter, war nicht durch den Vorstand abgesegnet. Er handelte bei dem Auswertungstreffen eigenständig. Mit der Inanspruchnahme durch den CSD Jena e.V. stehen wir als Verein in keinerlei Verbindung und bitten diese Diskussion außerhalb der Planungstreffen zu behandeln bzw. sich an den zuständigen Vorstandsvorsitzenden des Vereines zu wenden.

 

Weiterhin gab es kein zweites/weiteres Auswertungstreffen des CSD 2019, da hier von einem offenen Ergebnis gesprochen wird. Trotz mehrfacher Anfragen unsererseits sind mehrere Angelegenheiten noch offen. Insbesondere die Abrechnung der Finanzen sind ungeklärt. Auch gab es persönliche Anfeindungen uns gegenüber, welche wir hiermit entkräften möchten. Unsere Anfragen fanden leider keine wirkliche Beachtung und wurden bis heute nicht abschließend geklärt.

 

Uns geht darum zu zeigen, dass wir transparent mit Informationen umgehen. Wir möchten, dass sich jeder ein Bild über den CSD 2019 machen kann und somit auch die Argumentation aller Seiten eine Beachtung findet bzw. gehört wird.

 

Auch wurden in Rahmen des CSD 2019 viele Anschaffung getätigt. Wir möchten eine Grundlage für die Zukunft schaffen, Fehler zu vermeiden, Finanzierung zu gewährleisten, Zusammenarbeit anbieten, Ressourcen nutzen, zu bündeln um gemeinsam die Queere Vielfalt in Jena und Thüringen zu präsentieren.

 

Dabei ist ein uns wichtig, dass man dieses Projekt auf sachlicher Ebene behandelt, frei von persönlichen Anfeindungen und Voreingenommenheit.

 

Der CSD Jena 2019 war ein gemeinschaftliches Projekt und sollte aus den Ereignissen des letzten Jahres ein Fazit ziehen bzw. einen Abschluss finden. Dies ist in unseren Augen notwendig um die Queere Vielfalt in Jena und Thüringen zukünftig zu präsentieren zu können.

 

Mit freundlichen Grüßen

QueerLoungeJena e.V.

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